Aktivitäten

Forschungsarbeiten im finanz- und bankwirtschaftlichen Bereich werden aktuell wie nachfolgend beschrieben verfasst. Zudem bestehen in einigen Fällen seit geraumer Zeit Kooperationen zu verschiedenen Unternehmen, mit denen in regelmäßigen Abständen Projekte abgewickelt werden. Mit dem Campus Duisburg steht der Lehrstuhl eng über das european center for financial services in Kontakt.

Vertreter aus Forschung und Praxis, die an einer Zusammenarbeit im bank- oder finanzwirtschaftlichen Bereich interessiert sind, möchten wir bitten, sich über das Sekretariat an den richtigen Ansprechpartner leiten zu lassen.

Unternehmen und Kapitalmarkt

Die momentanen Forschungsprojekte sind in erster Linie im originär finanzwirtschaftlichen Bereich angesiedelt. Entlang der stilisierten Darstellung des Entwicklungspfades von Unternehmen über ein Lebenszykluskonzept finden sich einerseits Projekte zur Gründung und Gründungsfinanzierung von Unternehmen. Fragestellungen der Start-up-Finanzierung unter Maßgabe der Ermittlung möglichst „korrekter“ Rendite-Risiko-Verhältnisse werden aus Sicht potentieller Private Equity- bzw. Venture Capital-Geber ebenso untersucht wie die Risikobeurteilung junger Unternehmen durch mögliche Fremdkapitalgeber.

Andererseits wird auf die finanzwirtschaftlichen Entscheidungskalküle bestehender Unternehmen abgestellt. Makro-Trends wie die Neufassung der Baseler Eigenkapitalrichtlinien oder die verwandten Regelungen des Solvency II eröffnen sowohl branchenorientierter Forschungsbedarf für die Bankwirtschaft und Versicherungsunternehmen als auch für die Fremdkapitalversorgung aller übrigen Unternehmen. Auf Kreditwirtschaft und Versicherer bezogen werden in diesem Zusammenhang methodische und entscheidungsunterstützende Arbeiten verfolgt, die zu einer exakteren und damit verbesserten Bewertung von Situation und Portfolio führen sollen. Wege für ein verbessertes Risikomanagement der sogenannten Non-Banks lassen sich ableiten. Welche Möglichkeiten einer verbesserten Kommunikation zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer mit welchem (monetären) Nutzen verbunden sein können, sind Gegenstand des Bereichs der Bonitäts- bzw. Kreditrisikoanalyse und des darauf aufbauenden Rating Advisory.

Die reine Akkumulation von Finanzierungspotentialen ist ohne anschließende Investition und den eigentlichen Umsatzprozess wenig sinnvoll. Viele im Rahmen der Investitionsbeurteilung übliche Verfahren greifen bislang allerdings zu kurz und führen zu systematischen Fehlbewertungen. Die Integration von Handlungsalternativen in das (Investitions-)Entscheidungskalkül über den Real Options Approach ist deshalb konsequent. Auf dieser Überlegung aufbauend werden Wege zur Steuerung der den Optionen innewohnenden Risiken verfolgt.


Ergänzt wird das Feld der unternehmensbezogenen Forschung durch kapitalmarktbezogene Untersuchungen. Quantifizierung und Bewertung der Fungibilität von Unternehmensanteilen und die Risikoallokation sowie die Analyse des Anlageverhaltens institutioneller Investoren sind hier Gegenstand des Forschungsinteresses.